Libertärer Tresen „Refugees Welcome“ am 30.10.15 im verbuendungshaus fforst

Am Freitag, den 30.10.2015 findet der erste Libertäre Tresen nach der Sommerpause statt. Los geht’s um 18Uhr im Verbuendungshaus fforst! Wir heißen Geflüchtete willkommen. Wir nehmen beim Tresen auch gerne Sachspenden für Geflüchtete an und bringen diese zu den Geflüchtetenunterkünften in und um Frankfurt (Oder).
Am Abend selbst wird es akustische Livemusik und Liedermacherei geben. Der Eintritt ist wie immer frei!

Friday, the 30th of octobre 2015 the „Libertäre Tresen“ gets back to business after a long summer break! The party starts at 6pm in the verbuendungshaus fforst! We welcome refugees and you are welcome to bring donations for the refugees which we’ll bring to the refugee accomodations in and around Frankfurt (Oder).
We will enjoy the evening with some nice acoustic livemusic. The entry is as always for free!

Live:
Ari (feminist singer-songwriter / Berlin)
Liederwich (singer-songwriter / Frankfurt (Oder)

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Broschüre „Ökologische Denkansätze“ nun „online“

Liebe Alle,

die anlässlisch des „Autofreien Tages“, welcher am am 19.09.2015 auch in Frankfurt (Oder) statt fand, erstellte und sehr begehrte Broschüre über ökologische Denkansätze steht nun online unter der Rubrik „Standpunkte“ allzeit zum Download bereit.

Pressemitteilung von „Kein Ort für Nazis in Frankfurt Oder“

„Nazis vertreiben, Flüchtlinge bleiben!“ Kundgebung für grenzenlose Solidarität am 3.10. ab 10:00 Uhr auf dem Bahnhofsvorplatz

Veröffentlicht am 1. Oktober 2015

Bereits zum fünften Mal dieses Jahr wollen rassistische Gruppierungn am „Tag der deutschen Einheit“ ihren Hass auf die Straße tragen. In der Vergangenheit wurden große Erfolge mit Blockaden von solch rassistischen und neonazistischen Aufmärschen erzielt. Aller Orts trauen sich Rassist*innen mittlerweile, unverhohlen gegen Geflüchtete und Andersdenkende zu hetzen. Weitere Teile der Bevölkerung versuchen hingegen, ihre menschenfeindliche Ideologie mit einem bürgerlichen Deckmantel zu kaschieren. Das Bündnis „Kein Ort für Nazis in Frankfurt
Oder“ ruft alle Frankfurt*innen guten Willens auf, sich diesen Samstag ab 10 Uhr an einer antirassistischen Solidaritäts-Kungebung auf dem Bahnhofsvorplatz zu beteiligen.

Unter dem Motto „Grenzenlose Solidarität statt deutscher Mob“ will das Bündnis auch auf die Gefahr aufmerksam machen, die nach wie vor von Neonazis und Rassist*innen ausgeht. Zwar wurde die sogenannte Willkommenskultur in den letzten Wochen durch die Medien populär gemacht, doch so wichtig es ist, die Arbeit ehrenamtlicher Helfer*innen zu würdigen – wir dürfen dadurch nicht vergessen, dass es auch in Brandenburg und Frankfurt (Oder) Strömungen gibt, die eine offene und aufnahmebereite Gesellschaft mit Gewalt verhindern wollen. Und wir dürfen uns nicht darauf verlassen, dass das spontane Engagement vieler Bürger*innen auf Dauer anhält. Aus der Willkommenskultur muss eine
Willkommensstruktur werden: Der „Rat für Migration“, ein bundesweiter Zusammenschluss aus Migrationsforscher*innen, u. a. aus den Reihen der Viadrina, plädiert für eine staatlich unterstütze Professionalisierung der ehrenamtlichen Arbeit, die unbürokratische Nutzung vorhandener Ressourcen und eine effektive Dezentralisierung. Die angekündigten restriktiven Maßnahmen der Bundesregierung bedeuteten hingegen enorme Kosten und führten zu einer erhöhten Belastung der Aufnahmeeinrichtungen sowie der behördlichen Stellen. Aus wissenschaftlicher Sicht seien die aktuellen Änderungen des Asyl- und Aufenthaltsrechtes „eine Schließung
der Grenzen statt einer gezielten Öffnung“; Staat und Zivilgesellschaft arbeiteten somit stärker gegen- als miteinander. In dieser Hinsicht will die Kungebung des Bündisses „Kein Ort für Nazis in Frankfurt (Oder)“ am
Samstag auch ein Zeichen setzen für eine humane Flüchtlingspolitik.

11.09.2015, 19:00 Uhr: Vortrag mit Anarchist Black Cross Weißrussland

Uns erreichten großartige Nachrichten: Anarchist Black Cross Belarus machte bekannt, dass die drei verbliebenen anarchistischen Gefangenen in Belarus, Ihar Alinevich, Mikalai Dziadok und Artsiom Prakapenko, durch eine Begnadigung von Präsident Lukashenko auf freien Fuß gesetzt wurden.

Wir freuen uns für die Freigelassenen!

Passend dazu organisieren wir für den 11.9.2015 eine Infoveranstaltung zur Situation in Belarus in der Kontaktladen des Utopia e.V. ab 19 Uhr. Dort könnt ihr mehr von einem Genossen aus Belarus erfahren, u.a. zur Lage vor den im Herbst anstehenden Wahlen. Es wird ebenfalls vegane Küche für Alle gegen Spende geben. Der Eintritt zur Veranstaltung ist frei.

Promo

PM: Eine dezentrale Bibliothek für Frankfurt (Oder)

Bildung ist ein Luxusgut. Der freie Zugang zu entsprechender, aktueller Literatur sowie Bibliotheken ist in den meisten Fällen mit Kosten verbunden. Es gibt Menschen, denen der Zugang zum Sozialnetz und somit der freie Zugang zu Bibliotheken verwehrt wird – denken wir nur an die vielen komplizierten Verfahren, denen Refugees ausgesetzt sind, um sich überhaupt mehr oder minder frei in der Stadt bewegen zu können. Die Libertäre Aktion Frankfurt (Oder) arbeitet deshalb gerade an einem Projekt, das es ermöglichen soll, unseren privaten Bücherbestand zu gemeinnützigen Zwecken zur Verfügung zu stellen. „Wir wollen damit in erster Linie zeigen, wie ein solidarischer Umgang mit unserem Besitz aussehen kann und dass wir immer mehr davon haben, wenn wir Dinge teilen und gemeinsam nutzen können. Das betrifft im Übrigen nicht nur Bücher, sondern kann auf sämtliche materiellen Gegenstände, die nicht zwingend Personengebunden genutzt werden müssen, angewandt werden. Es werden nicht nur Werte von Verantwortung, Zuverlässigkeit und Vertrauen untereinander durch das Prinzip der gegenseitigen Hilfe vermittelt, sondern auch alternative Formen des Miteinanders erprobt, die jenseits der auch im Bereich Bildung herrschenden Vereinzelungs- und Verwertungslogik funktioniert“, so Ariane, die sich auch in der Libertären Aktion organisiert.

Zum Bestand sollen auch CD’s, DVD’s und Comics gehören. Nach einer internen Testphase durch die Menschen, die in der Libertären Aktion Frankfurt (Oder) organisiert sind, wir der dezentrale Büchertisch per Onlineliste ins Netz gestellt. Neben der Möglichkeit, dass sich die Tausch-partner*innen individuell per Vermittlung via E-Mail verabreden, wird es langfristig gesehen auch Ausgabezeiten an einem festen Ausgabeort geben. Tom, der nach einem längeren Mexikoaufenthalt erst seit Kurzem Teil der LAFFO ist, hatte die Idee zum Projekt: „Derzeit steckt es noch in den Kinderschuhen. Wir sind gerade dabei, unsere eigenen Bestände zusammenzutragen und können jetzt schon sagen: Das Repertoire kann sich sehen lassen!“ Auf finanzielle Mittel wird die Bibliothek nicht angewiesen sein: Geld- oder Sachspenden, zum Beispiel in Form von Büchern, können jedoch zur Bestandserweiterung nützlich sein.

Einem strengen Regiment, so wie es in herkömmlichen städtischen und universitären Bibliotheken der Fall ist, wird das dezentrale Pendant nicht folgen. Bevorzugt wird ein herrschaftsfreier Umgang miteinander und der Einbezug aller Menschen, die Lust auf das Projekt haben. “Sanktionierungen und Verbote als Mittel, Menschen gefügig zu machen, verschärfen soziale Probleme. Dass wir in einer Strafgesellschaft leben, sollten wir nicht so einfach als gegeben hinnehmen,“ so Ariane. „Natürlich wird es ein paar Regeln geben, an die sich jede*r halten sollte. Die Regeln haben jedoch eher den Charakter von Empfehlungen, beispielsweise in Bezug auf Ausleihdauer- und -menge. Diese können von den Nutzer*innen und Ünterstützer*innen der Bibliothek mitgestaltet werden, beispielsweise auf monatlich statt findenden Treffen, in denen das Projekt weiterentwickelt und ausgebaut wird. Wie das genau aussehen wird, wissen wir hoffentlich bis Ende des Jahres“

Wer sich jetzt bereits für das Projekt interessiert, es unterstützen will oder sogar mitmachen möchte, kann sich gern unter libertaere-aktion-frankfurt-oder@riseup.net per E-Mail melden.

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Anarchist Black Cross und die Anarchistische Bewegung in Mexiko: Vortrag + Film am 30.07.2015 um 19 Uhr im verbuendungshaus fforst

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Wo: verbuendungshaus fforst, Forststraße 4, 15230 Frankfurt (Oder)
Wann: 30.07.2015, ab 19 Uhr
Eintritt: frei, während der VA wird jedoch um Spende gebeten
No space for hate!

Die anarchistische Bewegung blickt in Mexiko auf eine lange Tradition zurück, die bis Mitte des 19. Jh. zurückreicht. Die Anarchist*innen beteiligten sich an der Mexikanischen Revolution und vielen anderen Aktivitäten, die großen Einfluss auf die mexikanische Gesellschaft hatten.

Eine Genossin von Anarchist Black Cross Mexiko wird über die Arbeit ihrer Organisation berichten, die sich speziell um anarchistische Gefangene kümmert, über aktuelle Gefangene und ihre Situation, aber auch über einen Kampf gegen ein Großprojekt im Bundesstaat Oaxaca, bei dem eine lokale Gemeinschaft von ihnen unterstützt wird. Dazu wird es einen kurzen Film sowie Berichte aus erster Hand geben. Am Ende wird es die Gelegenheit für Fragen und Diskussionen geben.

Im Anschluss wird es noch die Möglichkeit geben, anarchistischen Gefangenen weltweit Briefe zu schreiben.

Die Veranstaltung wird auf Spanisch oder Englisch mit Übersetzung sein.

Pressemitteilung zur Aktion anlässlich eines Auftritts des Bundeswehrstabsorchesters auf dem Frankfurter Stadtfest

Am 12.07.2015 gegen 12 Uhr trat auf der Marktplatzbühne des Stadtfestes das Stabsorchester der Bundeswehr auf. Interpretiert wurden unter anderem Märsche von Johann Gottfried Piefke, ehemaliger Musikdirektor des 3. Armeekorps der preußischen Armee. Piefke verlebte die meiste Zeit seines Lebens in Frankfurt (Oder). Die Veranstaltung wurde gleich zu Beginn durch einen viertelstündigen bunten Protest von 20 Aktivist*innen mit Trillerpfeifen, Transparenten und Schildern begleitet. Dort war zu lesen: „Preußen, nein danke!“, „Krieg ist doof“ und „Deutschland führt Krieg und ihr feiert die Bundeswehr?!“ Aufgrund des unsanften Einschreitens der Security des Bunten Herings sowie einiger älterer Herrschaften musste unsere kleine Inszenierung leider vorzeitig abgebrochen werden. Wir verfolgten mit der Aktion das Ziel, eine kritische Auseinandersetzung mit der Geschichte der eigenen Stadt, sowie ihrer politisch-militärischen Persönlichkeiten und der Bundeswehr im Hier und Jetzt anzuregen.

Auf entsprechenden Flyern, die wir im Publikum des Konzerts verteilten, wiesen wir auf den Werdegang Piefkes hin. So legten wir dar, dass Johann Gottfried Piefke Begründer einiger unsäglicher traditioneller Marschkompositionen war, die auch zum Standardrepertoire der Wehrmacht gehörten, wie beispielsweise „Preußens Gloria“. Der Glorifizierung eines Mannes, welcher als Teil einer Armee am Morden unzähliger Menschen beteiligt war, erteilten wir eine vollständige Absage. Von den anwesenden, größtenteils älteren Besucher_innen wurden wir daraufhin beschimpft und mehrmals körperlich angegriffen. Neben diesen untragbaren Reaktionen auf einen friedlichen Protest fragen wir auch: Welchen pädagogischen Wert haben die kriegsverherrlichenden Aufführungen von Bundeswehrstabsorchester und der vorweg marschierenden Frankfurter Fanfarengarde für Menschen, die sich gerade in der Hauptphase ihrer Entwicklung befinden, also beispielsweise auf anwesende Kinder? Etwa das Beweihräuchern von Krieg, Mord und Vertreibung als Heldentum?

Entgegen der Beschwörungen von Bühne und Publikum ist Musik nie unpolitisch; erst recht nicht, wenn sie eingerahmt wird vom groß angelegten Werben der Bundeswehr für moralische Legitimität („Wir. Dienen. Deutschland.“) Bei Piefkes Kompositionen handelt es sich nicht nur um Traditionen der Wehrmacht, sondern um Zeremonielle, die neben einigen anderen nahtlos durch die Bundeswehr übernommen wurden und auch heute noch Bestand haben. Die Bundeswehr besitzt den offiziellen Status einer Verteidigungsarmee. Verteidigung bedeutet für die Bundeswehr und die deutsche Politik, den afrikanischen Kontinent zu kolonisieren und Hilfe im Aufbau autoritärer Regime zu leisten. Verteidigung bedeutet für die Bundeswehr, 5000 Soldat_Innen für die NATO abstellen zu können. Verteidigung bedeutete für die Bundeswehr, das afghanische Kundus zu bombardieren und den Kosovo zu belagern. Die Bundeswehr ist weder eine Verteidigungsarmee, noch hat sie, ebenso wie der deutsche Staat, ihre Vergangenheit angemessen aufgearbeitet und abgelegt.

Der Utopia e.V., die Libertäre Aktion Frankfurt (Oder) sowie die Antifaschistische Aktion Frankfurt (Oder) stellen sich außerdem entschieden dagegen, der Bundeswehr und somit der Werbung für Krieg und Militarismus den öffentlichen Raum zu überlassen, so wie es im Rahmen des diesjährigen Stadtfestes geschehen ist. Die Bundeswehr als patriarchale Institution lehrt Drill, Gehorsam und Unterordnung. Ein patriarchales Verhalten beschreibt eine in seinem Ursprung männlich geprägte Verhaltensweise, die durch das Ausüben des Rechts des Stärkeren gekennzeichnet ist. Es lehrt also Dinge, die in keinster Weise dazu führen werden, Gleichheit und Gleichberechtigung unter den Menschen auf diesem Planeten zu erzeugen. Doch daran – davon sind wir fest überzeugt – ist uns ja allen gelegen…

Nazis sabotieren – blockieren – abservieren! Am 25.07.2015 auf nach Frankfurt (Oder)

Am 25.07.2015 planen organisierte Neonazis unter dem Pseudonym „Frankfurt (Oder) wehrt sich“ erneut eine Hetz-Veranstaltung in Frankfurt (Oder). Es handelt sich dabei bereits um die vierte Versammlung im Jahr 2015, bei der stadtbekannte Gesichter der rechtsextremen Szene gemeinsam mit Neonazis aus dem brandenburger Umland und darüber hinaus versuchen werden, mit ihren menschenverachtenden Positionen an einen in der Mitte Gesellschaft durchaus existenten Rassismus anzuknüpfen. Ob es sich dabei „nur“ um eine Kundgebung vor einer Unterkunft handelt, in der planmäßig im Laufe des Monats Geflüchtete einziehen sollen, oder ob dem eine Demonstration der HetzerInnen vorausgeht, ist mit dem derzeitigen Kenntnisstand unklar.

Der Aufruf von „Frankfurt (Oder) wehrt sich“ bewirbt den Bahnhof um 12:00 Uhr als Treffort und den Karl-Ritter-Platz, an welchem die neue Geflüchtetenunterkunft entstehen soll, als Kundgebungsort. Jene Unterkunft wurde vor einigen Tagen bereits von betrunkenen Gestalten, die aus naheliegenden Gründen aus rassistischer Motivation handelten, mit Bierflaschen beworfen, beschmiert und demoliert.

Der Zusammenschluss „Frankfurt (Oder) wehrt sich“ entstand im Fahrwasser von Pegida & Co. und reiht sich ein in eine bundesweite Welle flüchtlingsfeindlicher Initiativen, die ihren Ausdruck in brennenden Geflüchtetenunterkünften wie in Meißen oder Tröglitz finden. Der aktuellen Aktion des braunen Brei’s, deren  Nähe zur rechtsextremen Partei „Der III. Weg“ sowie zum NSU-Umfeld anhand der TeilnehmerInnen und RednerInnen vergangener flüchtlingsfeindlicher Proteste nicht zu verleugnen ist, scheinen die zutiefst verabscheuungswürdigen Geschehnisse in Freital zu dienen. Dort bepöbelte und bedrohte ein durch die Dresdner Pegida-Bewegung ermutigter, rassistischer Mob vor wenigen Tagen Geflüchtete vor, während und nach ihrem Einzug in ein ehemaliges Hotel. Die sächsische Regierung gab dabei wie gewohnt Schützenhilfe – wir wollen verhindern, dass selbiges Bild auch in Frankfurt (Oder) gezeichnet wird.

Wir sind ein Zusammenschluss libertär denkender Menschen, die nach dem Ideal einer herrschaftsfreien Gesellschaft streben. Rassismus, Nationalismus und sämtliche andere Formen individueller und gruppenbezogener Abwertung haben in dieser Gesellschaft keinen Platz. Das spiegelt sich auch in der Vielfältigkeit der Proteste wieder, zu denen wir euch aufrufen möchten. Alles kann, nix muss – aber gemeinsam können wir dem braunen Spuk ein Ende bereiten.

Am 25.07.2015 heißt es: Auf nach Frankfurt (Oder)!

Ein weiteres Freital verhindern – Nazis sabotieren, blockieren, abservieren!

aktuelle Info*s zu exakten Zeiten, Zugtreffpunkten und Trefforten gibt es in nächster Zeit auf:

www.kein-ort-fuer-nazis.org

www.laffo.blogsport.eu

 

Antifa-Logo

Ankündigung Sommerpause / Abschlusstresen

Hallo Freunde,

wie in den letzten zwei Jahren, wollen wir auch in diesem eine Sommerpause einlegen. Das heißt, es wird in den Monaten Juli und August keinen Libertären Tresen geben.

Auch das erste Halbjahr des diesigen Jahres haben wir viele Veranstaltungen mit euch gemeinsam gestaltet: Buchvorstellungen, Lesungen, Aktionstage zum Anarchafeminismuss anlässlich des Weltfrauenkampftags, zum Thema G7 formulierten wir eine anarchistische Kritik am Treffen der Großmächte und zeigten Alternativen zum herrschenden System auf. Natürlich veranstalteten wir auch regelmäßig unsere monatlichen Tresen.

Ausklingen lassen wollen wir das Ganze am Freitag, den 26.Juni bei einem gemütlichen Grillabend im Freien – natürlich mit euch! Kommt also zu 17°° Uhr zur Feuerstelle in der Nähe des Volleyballfelds an der Oder und bringt ein paar Kleinigkeiten mit. Wir werden Salate und was für den Grill haben. Um niemanden auszuschließen und damit jede*r an euren tollen Leckereien teilhaben kann, bitten wir euch nach Möglichkeit vegane Speisen mitzubringen.

Wir hatten viel Spaß und werden weiterhin Aktionen, Partys und Veranstaltungen organisieren. Es wird im August zwar keinen Tresen geben, jedoch wird es Anfang August eventuell ein Konzert geben. Und falls ihr es nicht schafft, dann sehen wir uns am 25.September wieder.

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Straßenfest für Groß und Klein

Wir wollen im Nachgang allen Beteiligten und Teilnehmer*innen an unserem Libertären Straßenfest am 29.05.2015 in der Studimeile im Rahmen des Fests der Nachbar*innen, welches am 29.05 & 30.05.2015 in Frankfurt (Oder) sowie weiteren europäischen Städten stattfand, ein großes Dankeschön aussprechen.
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Nach einiger Verzögerung beim Aufbau starteten wir um 16:30 am Nachmittag mit Angeboten vor allem für die Jüngeren unter uns. Es konnte sich an einem Spieltisch mit Kreide, Seifenblasen, Luftballons und ein wenig Spielzeug bedient werden. In einem Papierschöpfworkshop, in dem vor allem von Kindern handgeschöpftes Papier hergestellt wurde, konnten die Anwesenden ihrer Kreativität freien Lauf lassen. Der wolkenverhangene Himmel, der sich zum Abend hin und wieder auflockerte, lockte leider noch nicht sehr viele Menschen a_DSC0029uf die Straßen, so dass sich bis ca. 18:00 Uhr kaum jemand in die Große Scharrnstraße verirrte.

Mit einer halben Stunde Verspätung startete ein mit 25 Menschen besuchter Vortrag eines Genossen der Anarchistischen Gruppe Mannheim. Unter dem Titel „Die Arbeitsgesellschaft ohne Arbeit: Karl Marx und Friedrich Engels Thesen auf dem Prüfstand“ wurde zur kritischen Beleuchtung und Betrachtung der (unfortschrittlich) hohen Bedeutung der Thesen dieser beiden Theoretiker in Form eines Vortrages mit anschließender Diskussion bis ca. 20:00 Uhr eingeladen. Schlussendlich konnte auch recht gut herausgestellt werden, warum theoretisch nichts an einer libertären Gestaltung der Lebensbereiche unserer Zukunft vorbeiführen kann. Über Möglichkeiten und Erfordernisse verschiedener libertärer Sichten konnte sich an einem Info- und Büchertisch informiert werden._DSC0009

Um 20:00 konnte es endlich mit Live-Musik auf der Scharrnstraße losgehen. Ari, eine Liedermachererin aus Berlin, interpretierte auf unbeschwerte und amüsante Art und Weise ihr Fühlen und Denken. Während ihres Auftritts füllte sich die Scharrnstraße immer weiter, und vor ca. 80 Zuschauer*innen gaben Dampf in allen Gassen „Gassenhauer“ wie ein faszinierendes „Solidarity“-Cover oder Monopoly zum Besten. Vielen_DSC0048 Dank auch an Pascal und Theresa für die super Feuershow, die den Abendausklang einläutete. Aufgrund bürokratischer Kleinkariertheit seitens der Ämter musste die Begleitmusik dazu leider ausfallen. Dem verbündungshaus fforst, dem Kunstgriff e.V. und dem Studimeile e.V. danken wir für das Bereitstellen von Technik und das zur Verfügung stellen der Räumlichkeiten.

Auch in Zukunft werden wir weiter für ein weltweites Fest der Nachbar*innen, welches nicht nur an einem Tag im Jahr, sonder 24/7 statt findet, kämpfen. Wir denken, dass ein solches Fest, das sich beschränkt auf priveligierten, europäischen Boden, wohlgemerkt einem Europa, welches sich an seinen Außengrenzen gegen seine ausbeuterische Weltpolitik notfalls auch militärisch verteidigt und dafür 4000 tote Flüchtlinge und prekäre Lebenssituationen in Herkunftsländern emotionslos in Kauf nimmt, ein Europa, das auch sonst nicht viel geschafft hat außer Ressourcen zu verschlingen und den Planeten zu vergiften, dennoch dringend kritisch beleuchtet werden muss._DSC0014