Hoffest der Laffo & Utopia e.V. in der Berliner Str. 24

Punkrocksausen-Solikonzert am 25.02.`17 im Mikado Ffo!!

Auf zu neuen Ufern // In Gedenken an unsere jüdischen Genoss*innen

Heute jährt sich der Gedenktag der Opfer des Holocaust, dem industriellen Massenmord an rund 6.000.000 Jüdinnen und Juden durch deutsche Täter, bereits zum 72. Mal. Wenn wir den Opfern des Holocaust gedenken, dann gedenken wir auch unseren anarchistischen Genoss*innen, die in diesem grausamen Verbrechen ihr Leben ließen. Zu den wohl bekanntesten Personen zählen hier Erich Mühsam, ein jüdischer Anarchist und Dichter, der bereits im Jahr 1934 im brandenburgischen Konzentrationslager Oranienburg umgebracht wurde und Alexander Schapiro, ein jüdischer Anarchist aus der Ukraine, der als eines der ersten Opfer im Jahre 1942 seinen Tod im KZ Auschwitz-Birkenau fand. Dieses unsagbare Leid, welches den Opfern und Angehörigen zwischen 1933 und 1945 zugefügt wurde, hat seinen Ursprung auf deutschem Boden, dem Boden auf dem wir leben und es wurde maßgeblich durch das sogenannte deutsche Volk vorangetrieben. Und auch heute noch geschehen im hiesigen Staat antisemitische Gewaltverbrechen und Straftaten. Die Dunkelziffer ist hoch, von offiziellen Behörden werden längst nicht alle Straftaten erfasst. Wenn ein Nationalsozialist der AFD, einer sogenannten demokratisch-legitimierten Partei – unter ihnen Björn Höcke – Hass sähen kann, in dem er das neu errichtete Holocaustmahnmal in Berlin als “Denkmal der Schande” bezeichnet, spätestens dann sollten bei allen Verfechtern freiheitlicher Grundwerte die Alarmglocken klingeln. Anhänger antisemitischer Verschwörungstheorien finden sich sowohl bei der Alternative für Deutschland als auch bei der Linkspartei, sie finden sich auch in Medien und Weltöffentlichkeit, wir meinen hier beispielsweise Xavier Naidoo oder Mel Gibson, nur um einmal die Bandbreite des Spektrums aufzuzeigen, unter dessen Deckmantel sich Antisemitismus tummelt. Bewegungen wie die der Reichsbürger, welche vor wenigen Jahren noch belächelt wurden, sind heute eine erstnzunehmende Gefahr, die bereits ein Todesopfer zur Folge hatte. Doch wenn wir jetzt handeln; ist es noch nicht zu spät.

Wir schreiben das Jahr 2017 und eine Zeit, in dem sich in sämtlichen Parlamenten Europas und darüber hinaus, zum Beispiel in den Vereinigten Staat von Amerika oder Russland, ein massiver Rechtsruck vollzieht. Wenn institutionell verankerte Rechte für Homosexuelle und Frauen wieder abgeschafft werden, so wie wir es gerade in den Vereinigten Staaten wahrnehmen können und wenn nationalistische und rassistische Tendenzen – die auch von Behörden und Institutionen in Deutschland, wie an den großangelegten, rassistischen Polizeioperationen zur Silvesternacht in Köln zu sehen war – wenn solche Tendenzen in der Bevölkerung wieder zum Vorschein kommen, dann läuft eine Entwicklung nicht nur ganz gewaltig falsch, sondern sie wirft uns auch um Jahrzehnte zurück. Die Welt steht am Scheidweg und wenn wir uns als sogenannte Zivilgesellschaft weiterhin der Verantwortung entziehen, etwas gegen diese Tendenzen zu unternehmen, dann wird sie bald am Abgrund stehen.

Bürgers Alpdruck (Gedicht von Erich Mühsam)

Was sinnst du, Bürger, bleich und welk?
 Hält dich ein Spuk zum Narren?
 Nachtschlafend hörst du im Gebälk
 den Totenkäfer scharren.
 Er wühlt und bohrt, gräbt und rumort,
 und seine Beine tasten
 um Säcke und um Kasten.

 Horch, Bürger, horch! Der Käfer läuft.
 Er kratzt ans Hauptbuch eilig.
 Nichts, was du schwitzend aufgehäuft,
 ist seinen Fühlern heilig.
 Der Käfer rennt. Der Bürger flennt.
 In bangen Angstgedanken
 fühlt er die Erde wanken.

 Ja, Bürger, ja - die Erde bebt.
 Es wackelt deine Habe.
 Was du geliebt, was du erstrebt,
 das rasselt jetzt zu Grabe.
 Aus Dur wird Moll, aus Haben Soll.
 Erst fallen die Devisen,
 dann fällst du selbst zu diesen.

 Verzweifelt schießt die Bürgerwehr
 das Volk zu Brei und Klumpen.
 Ein Toter produziert nichts mehr,
 und nichts langt nicht zum Pumpen.
 Wo kein Kredit, da kein Profit.
 Wo kein Profit, da enden
 Weltlust und Dividenden.

 Hörst, Bürger, du den Totenwurm?
 Er fährt durch Holz und Steine,
 und sein Geraschel weckt zum Sturm
 des Leichenvolks Gebeine.
 Ein Totentanz macht Schlußbilanz
 und schickt dich in die Binsen
 samt Kapital und Zinsen.

Auch wir werden unter den Folgen menschenfeindlicher, autoritärer und wenn wir nicht Acht geben, totalitärer Politik zu leiden haben und erklären uns solidarisch mit den Kämpfen von Frauen und Menschen anderer diverser Geschlechtsidentitäten, Menschen anderer Herkunft und Hautfarbe, Menschen mit Behinderung, jüdischen Menschen und Menschen anderer Religionen sowie mit den Kämpfen aller Menschen, die unter irgendeiner Form der Unterdrückung zu leiden haben, die auch verursacht werden durch einen globalen Politikwechsel, den es zu stoppen gilt. Und diese Verantwortung geht uns alle an. Deshalb seid nicht nur aktiv bei alljährlichen Wahlen – denn diese verändern gesellschaftliche Tendenzen nicht. Seid vor allem aktiv und macht euch sichtbar, gegen jede Form der Unterdrückung, in euren Lebens-, Arbeits- und Wohnumfeldern, in euren Stadtteilen und schlussendlich auch in euren Städten.

Damit Geschichte sich nicht wiederholt.

Veranstaltungsreihe zur spanischen Revolution

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[Deutsch & English]
Anlässlich des 80.Jubiläums der Spanischen Revolution von 1936 wollen wir euch zu vier Veranstaltungen zu unterschiedlichen Themen einladen. Die Veranstaltungen beginnen immer um 19:30Uhr und finden im Café Blabla des Brücken Plac Mostowy (Carl Philipp Emanuel Bach-Straße) statt. Wir werden auf unterschiedliche Art & Weise in die Thematiken einsteigen (Vorträge usw.) und hoffentlich am Ende genug Stoff zum diskutieren haben!

¡Viva la anarquía!

05.11. Einstieg in die Spanischen Revolution / Introduction of the Spanish Revolution

18.11. Soziale Revolution aus verschiedenen Blickwinkeln (Feminismus, Anarchosyndikalismus, Gelebte Anarchie & Gewerkschaftskampf) / Social revolution in different perspectives (feminism, anarcho-syndicalism, living anarchy & fight of the labour union)

02.12. Die Franco Diktatur / The dictatorship of Franco

16.12. Spanische Gedenkkultur (Input von Wolf M. aus DD) / Spanish memorial culture

*..and as always, there`s no place for any kind of discrimination!*

On the occasion of the 80th anniversary of the Spanish Revolution in 1936, we would like to invite you to four events concerning different topics. The events all start at 7:30pm in the Café Blabla at Brücken Plac Mostowy (Carl Philipp Emanuel Bach-Street). We will get into the subjects in different ways (inputs etc.) and hopefully end in an interesting discussion!

Rassistische Zustände bekämpfen! Solidarität statt Ausgrenzung!

Seit Jahren gibt es wieder eine steigende Anzahl von Menschen, die aufgrund von Kriegen, Klimawandel oder durch politische und religiöse Verfolgung ihre Wohnorte überall auf der Welt verlassen müssen. Viele von ihnen sehen ihre Zukunft oder zumindest einen Zufluchtsort, in Europa – und einige auch hier in Deutschland. Tausende sterben jedes Jahr auf der Flucht, vor allem im Mittelmeer und an anderen Außengrenzen Europas. Gerade Deutschland hat sich durch die sogenannte Dritt-Staaten-Regelung und die faktische Abschaffung des Asylrechts nach den Pogromen in den 90er Jahren stark abgeschottet.
Deutschland als einer der größten Waffenexporteure der Welt trägt entscheidend Verantwortung für bewaffnete Konflikte in der Welt.
Die menschenfeindliche Politik der Regierungen der großen Industriestaaten, aber auch die ungerechten Produktionsbedingungen, Eigentumsverhältnisse und die ungleiche Verteilung des gesellschaftlichen Reichtums, zerstören somit die Zukunft von Millionen von Menschen. Flucht und Vertreibung sind nur ein Ausdruck davon.
Auch wenn der oder die Einzelne daran vielleicht erst einmal nicht viel ändern kann, können wir alle dieser Ungerechtigkeit unsere Solidarität entgegenstellen.
Menschenunwürdige Massenunterbringungen in Turn-, Fabrik- und Lagerhallen
sind traurige Realität der deutschen Flüchtlingspolitik.
Stigmatisierung geflüchteter Menschen durch Medien, Politik und Rechtspopulismus tragen ihren Teil dazu bei, dass Rassist*innen Hetzjagden auf vermeintlich oder tatsächlich geflüchtete Menschen organisieren.
Die jüngsten Ereignisse in Frankfurt (O.) zeigen, wie sehr Rassismus und Fremdenfeindlichkeit in der deutschen Gesellschaft verankert sind. Eine Gesellschaft, in der Hetzjagden auf geflüchtete Menschen durch vermeintliche Passanten bejubelt und beklatscht werden, ist nicht zu tolerieren.
Lasst uns dieses Umfeld der Ablehnung und der Missgunst bekämpfen.

Haltet eure Augen und Ohren offen!
Bei rassistischen Sprüchen, Anmachen oder Angriffen ist es zwingend notwendig einzugreifen und den Mund aufzumachen.

Zeigt euch solidarisch und heißt Geflüchtete willkommen!
Setzt euch ein gegen Vorurteile und Rassismus!
Kommt zur Kundgebung des Bündnis „Kein Ort für Nazis in Frankfurt Oder“ am Freitag den 03.06. um 16:30 am alten Kino/Haltestelle Zentrum in der Heilbronner Straße.


Libertäre Aktion Frankfurt (Oder)pm 03.06

BURN BORDERS, NOT COAL! SOLIDARITY WITH LAUTONOMIA +++Transpiaktion FFO+++

 

Anlässlich der Räumung des besetzten
Waldgebietes im Lausitzer Braunkohlerevier, bekunden Aktivist_innen
aus Frankfurt (O.) ihre Solidarität mit den Betroffenen.

Das
seit März 2016 von Umweltaktivist_innen besetze Waldgebiet wurde
vergangen Mittwoch den 18.05.2016 von Einsatzkräften der Polizei
geräumt.
Dabei ging die Polizei mit brutaler
Gewalt gegen die Besetzer_innen vor.
Bei der Räumung von
Baumhäusern wurde nicht nur das Leben von Aktivist_innen gefährdet,
sondern auch das aller weiteren Beteiligten.
Ebenfalls kam es anschließend zu
völlig überzogenen Repressionsmaßnahmen und Einsatz von physischer
und psychischer Gewalt seitens der Polizei

Der Ausstieg aus nicht regenerativen
Energien geschieht nicht von selbst. Solange Großkonzerne mit der
Natur Profit machen und die Natur, unsere Lebensgrundlage, zerstören,
ist die einzig logische Schussfolgerung das konsequente Vorgehen
gegen eben diese Konzerne.

Wir als Libertäre Aktion
Frankfurt(O.) erklären unsere Solidarität mit den Besetzer_innen.

Wir verurteilen das brutale Vorgehen
der Polizei, die sich zum Handlanger Vattenfalls macht.

Wir fordern die Einstellung aller
Verfahren gegen die von Repression betroffen Aktivist_innen

und den Ausstieg aus der
Energiegewinnung mittels Braunkohle.

Weitere Infos:
http://lautonomia.blogsport.eu/
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„Projekt A“

An dieser Stelle weisen wir  auf eine nette Filmvorführung hin.

Film: „Projekt A“
Datum: 23.03.16
Uhrzeit: 20 Uhr
Wo: Filmtheater Union – Fürstenwalde , Berliner Straße 10, 15517 Fürstenwalde            Spree

„Ein Dokumentarfilm über die politische Idee der Anarchie und ihre konkrete Umsetzung in sehr unterschiedlichen Projekten: Auf einer spannenden Reise durch Europa besuchen die Dokumentarfilmer Marcel Seehuber & Moritz Springer u.a. das „Internationale Anarchistische Treffen“ in St. Imier in der Schweiz (mit 3000 Teilnehmern), die Anti-Atom-Aktivistin Hanna Poddig, die anarchosyndikalistische Gewerkschaft „Confederación General del Trabajo“ in Barcelona, den besetzten und zum öffentlichen Park umfunktionierten Parkplatz „Parko Narvarinou“ in Athen und das in München sehr erfolgreiche „Kartoffelkombinat“. Protagonisten einer sehr vielfältigen, anarchistisch inspirierten Szene kommen zu Wort. Der Dokumentarfilm zeichnet ein Bild von Anarchie jenseits der Klischees vom Chaos stiftenden, Steine werfenden Punk. Vielmehr geht es den Anarchisten in dieser Dokumentation um eine konstruktive, weitestgehend vom Staat emanzipierte Weiterentwicklung gesellschaftlichen Miteinanders.“

Projekt A

Libertärer Tresen

Heute Freitag 27.11.2015 Libertärer Tresen. Input von Utopia e.V. über den Kontaktladen. Anschließend Vortrag von den Gästen aus Warschau über ihre besetzen Gärten. START 19.00UHR in den Räumen von Utopia e.V., Berliner Str. 24 bei Utopia klingeln.

Rassistische Gruppierung „Frankfurt/Oder wehrt sich“ bedroht Veranstaltung „Refugees Welcome“ der Libertären Aktion Frankfurt (Oder) und des verbuendungshaus fforst e.V.

Das verbueundungshaus fforst, ein internationales studentisches Haus- und Kulturprojekt, bietet öffentlichen Raum für kulturelle Veranstaltungen. Vor zwei Wochen verteilten Bewohnende des fforst-Hauses Veranstaltungshinweise in ihrer Nachbarschaft. Sie beabsichtigten damit, eine Einladung auszusprechen, Ansprechpartner bei Problemen vorzustellen und über einen möglichen erhöhten Lärmpegel bis 22:00 Uhr zu informieren.

In der vorletzten Woche tauchte diese Einladung als Foto auf der Facebookseite der Gruppe „Frankfurt/Oder wehrt sich“ auf. Über diese Seite wird seit Anfang des Jahres Stimmung gegen Geflüchtete verbreitet, auch wurde über dieses Portal zu den letzten rassistischen Aufmärschen in Frankurt (Oder) mobilisiert. Betreiber der Gruppe, in der sich neben Nachwuchsnazis wie Dennis Kunnert auch Alt-Hooligan Sven Lemke tummelt, ist der in Beeskow lebende und ehemalige Frankfurter Neonazi Peer Koss.

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Auf Facebook wird speziell die am 30.10.2015 im fforst stattfindende Veranstaltung „Libertärer Tresen – Refugees Welcome“ ins Visier genommen. Zu der Party sind explizit auch Geflüchtete, denen ansonsten ein Besuch anderer Lokalitäten in Frankfurt (Oder) zuteils verwehrt oder unangenehm ist, eingeladen. Dabei ist das Ziel die Isolation der in Flüchtlingsunterkünften lebenden Menschen zum Rest der Gesellschaft zu durchbrechen, echte Begegnungen zu ermöglichen, Ängste und Unwissenheiten zu beseitigen und ein attraktives Programm für Menschen, die schon lange in Frankfurt (Oder)/ Słubice leben, wie für neu Angekommene zu bieten.

Mit dem Aufruf von „Frankfurt/Oder wehrt sich“ soll ein Bedrohungszenario geschaffen werden, um die Veranstaltung zu behindern, Angst zu schüren oder gar tatsächlich Schaden und Abschreckung zu erzeugen. Ein Verteter der Libertären Aktion Frankfurt (Oder) bemerkt: „Wir kennen diese Gruppe und wissen auch mit welchen Mitteln sie gegen Geflüchtete und die, die diese unterstützen, vorgeht.“ Bei der letzten rassistischen Demonstration wurden Antifaschist*innen von stadtbekannten Neonazis körperlich angegriffen. Auch am Überfall auf M. Kurzwelly und mehrere aus Syrien geflüchtete Menschen waren Personen aus dem Umfeld der als Facebookgruppe startenden, flüchtlingsfeindlichen Initiative beteiligt. „Wir lassen uns von Gewalt und Panikmache nicht daran hindern etwas Gutes für die hier lebenden Menschen und für die Gesellschaft auf die Beine zu stellen“, so eine Vertreterin des verbuendungshauses fforst. Die Veranstaltung wird wie geplant stattfinden.

Veranstaltungen der Libertären Aktion bieten keinen Platz für Rassist*innen und Neonazis. Das verbuendungshaus fforst ist ein Ort , an dem Menschen vielfältigster Art zusammen kommen können und an dem Visionen für eine gemeinsame bessere Zukunft entstehen und gelebt werden.

Die Polizei wird über die Ereignisse umfassend informiert.

Wir laden alle dazu ein, die Veranstaltung zu besuchen und damit zu zeigen, dass wir Probleme nicht durch Gewalt und Angst lösen, sondern durch einen lebendigen Austausch. Zum Vorteil aller wollen wir dazu Willkommen heißen im fforst den öffentlichen Raum nicht neuen rassistischen, diskriminierenden und nationalistischen Strömungen zu überlassen.

Circus Voyage in Frankfurt (Oder) – Forderung nach Wildtierverbot in Zirkussen

Vom 22.10. – 01.11.2015 ist der Circus Voyage am Spitzkrug Multi Center (SMC) in Frankfurt (Oder) mit über 80 Tieren, u.a. auch Wildtieren wie Giraffen, Elefanten, einem Nashorn und einem Nilpferd. Tiere im Zirkus müssen die meiste Zeit ihres Lebens in dunklen LKW`s oder in engen Käfigen verbringen und werden durch Gewalt und Misshandlung durch Peitsche, Haken und Stock dressiert. Viele Tiere erkranken und sterben wesentlich früher an den Lebensbedingungen im Zirkus, als in freier Natur.

Mehrmals befreiten sich Tiere aus ihren Gefängnissen des Circus Voyage. Im April 2011 büxten mehrere Elefanten und das Nashorn Hulk aus, im Oktober 2013 wieder ein Nashorn und im September 2014 eine Gruppe Zebras. Dies zeigt deutlich, dass der Zirkus kein Ort ist, an dem sich die Tiere wohl fühlen. Freitag, den 30.10.2015 von 11:00 bis 12:00 Uhr läd der Circus Voyage zu einer Aufklärungsstunde mit dem Titel „Circus – ein guter Ort für Tiere“ ein. Wen die Argumente genauso interessieren, welche der Zirkus hervorbringen wird um die Tierquälerei zu legitimieren, ist herzlich eingeladen, morgen zum Circus beim SMC zu kommen.

Gerade der Circus Voyage stand schon oftmals in der Kritik und wurde von der Tierrechtsorganisation „Peta“ wegen Verstoßes gegen das Tierschutzgesetz angezeigt, als die Elefantendame Mausi im Januar 2012 nach einem mehr als zehnstündigen Transport stirbt. ( Den ganzen Bericht zum tragischen Tod und die Gründe findet ihr hier: http://www.peta.de/rettetmausi#.Vij9DCtptMw ) Die Beine der Giraffen sind von Narben überseht und das Badebecken für das Flusspferd stellt sich als kleiner Wassertank heraus.

Ein Wildtierverbot in Zirkussen gibt es schon in 15 europäischen Ländern, u.a. Belgien, Dänemark, Finnland, Niederland oder Österreich und zahlreichen Ländern außerhalb Europas wie Indien, Mexiko oder Singapur, leider aber nicht in Deutschland. Der Bundesrat fordert solch ein Gesetz seit 2003, auch die Bundestierärztekammer und die Mehrheit der deutschen Bevölkerung sind für ein Verbot von Wildtieren im Zirkus, wie Umfragen ergeben haben.

Auch für Kinder ist der Zirkusbesuch psychologisch gesehen alles andere als eine gute Idee, da sie dort die falschen Werte und Vorstellungen über das natürliche Verhalten von Tieren vermittelt bekommen. Die Kinder gewinnen den Eindruck, es sei in Ordnung, Tiere zu schlagen und zu unterwerfen, anstatt die Gefühle und Rechte anderer Lebewesen zu akzeptieren. Selbst Kinderpsycholog*innen warnen vor den gefährlichen Auswirkungen auf die soziale Entwicklung des Kindes.

Bereits zahlreiche andere Städte wie Heidelberg oder Potsdam haben kommunale Verbote von Wildtieren im Zirkus und die Bereitstellung von öffentlichen Plätzen für Zirkusse mit bestimmten Tierarten erwirkt. Wann beschließen die Mitglieder des Stadtrates Frankfurt (Oder), dass Tierquäler*innen kein Platz mehr zur Verfügung gestellt wird und dass die Folter an Wildtieren ein Ende haben muss?

Bitte macht keine Werbung für den Circus Voyage, geht auch zu keiner Vorstellung und klärt eure Bekannten und Freund*innen darüber auf, warum ein Zirkus kein guter Ort für Tiere ist!

ANIMAL  Raised-fists LIBERATION!

Libertäre Aktion Frankfurt (Oder)